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Eine unmittelbare Gefahr ſtand jetzt nicht mehr zu befürchten; aber ach, wie ſah es im Hauſe und in der Sägemühle aus, als deren Räume von Vater Erdmann und den Anderen wieder betreten wurden. Das Dach durchlöchert von Kanonenkugeln, wie ein Sieb; alle Fenſter zerſchloſſen; die Möbel zertrüm⸗ mert, und auf dem blutgedrängten Fußboden wohl ein Dutzend öſtreichiſche Soldaten, die in dem heißen Gefechte den Tod gefunden hatten, und von ihren fliehenden Kameraden zurückgelaſſen waren. Sie bot einen jammervollen Anblick, dieſe Stätte der Verwü⸗ ſtung und des Todes. Alle brachen in lautes Wei⸗ nen darüber aus, und auch Vater Erdmann konnte
ſeine Thränen nicht zurückhalten. Doch faßte er ſich
zuerſt wieder, und ſprach den Uebrigen Troſt zu. „Danken wir Gott,“ ſagte er,„daß Seine gna⸗
denvolle Hand in dieſem Sturme uns beſchützt hat. Unſere Wohnung iſt zwar furchtbar verwüſtet worden, aber unſer Leben iſt doch verſchont geblieben. Das Verlorne kann wieder erſetzt werden. Darum laſſet uns Muth faſſen, meine Lieben.“
„Aber der Anblick dieſer armen Todten iſt mir entſetzlich,“ ſeufzte Frau Martha.„Unſer Haus, ſonſt ſo ſtill und friedlich, kommt mir vor wie eine Mörderhöhle.“.
„Gewiß, wir müſſen die Unglücklichen auf die Seite ſchaffen, damit wir ſie wenigſtens nicht länger vor Augen haben. Wollen Sie mir dabei helfen, Nachbar Riedel? Ich leiſte Ihnen nachher in Ihrer Mühle den gleichen Dienſt, und Wilhelm greift auch mit zuu.
Der Nachbar war ſofort zum Beiſtande bereit.
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