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ſchütze aus größerer Entfernung von der Stadt ſchießen!“
Jedermann ſtimmte dieſer Behauptung bei, aber Niemand konnte ſie ſich recht erklären, bis plötzlich ein Haufen öſtreichiſcher Flüchtlinge vom Feldſchlößchen herüber kam, und in der Mühle Schutz ſuchte.
„Es geht ſchlecht, Alles ſchlecht!« rief Einer von ihnen.„Napoleon iſt da mit ſeinen Kerntruppen, und die Franzoſen ſchreien ihr„vive l'empereur« wie be⸗ ſeſſen, und fechten wie wahre Teufel. Ruſſen, Preußen, wie Oeſtreicher, Alle haben weichen müſſen, und doch glaubten wir den Sieg bereits in Händen zu haben. Es iſt nichts zu machen gegen dieſen Bo⸗ naparte! Es wundert mich nur, daß Ihr hier noch unbeläſtigt geblieben ſind.«
„Wenn es ſo ſteht, wie du ſagſt, Kamerad, ſo wird die Ruhe hier nicht lange mehr dauern,“ ver⸗ ſetzte der Unterofficier.„Ach, ich ſehe ſchon, man bereitet ſich auf einen Angriff vor. General Degen⸗ feld rückt mit Truppen an! Und dort kommt auch der Feind! In wenigen Minuten wird es heiß herge hen hier! Achtung, Leute! Nehmt Eure Stellung! Wir müſſen Stand halten, ſo lange es geht!“«
Während die Soldaten nach ihren Gewehren grif⸗ fen, und Poſto an Fenſtern und Thüren faßten, nä⸗ herte ſich Vater Erdmann ängſtlich dem Unterofficier.
„Glauben Sie wirklich, lieber Herr, daß es zum Kampfe kommen wird?«
„Zweifeln Sie nicht daran, Freund,“ erwiederte der Unterofficier.„Da! Da haben wir's ſchon! Machen Sie, daß Sie mit den Ihrigen davon kom⸗ men, oder verbergen Sie ſich in den Keller!“


