Raſch verſchwand er aus der Thür. Die Seg⸗ nungen der Zurückbleibenden, die er nicht hören wollte, folgten ihm nach.
Bald darauf erſchien ein Detachement von vierund⸗ zwanzig Mann Soldaten unter dem Befehl eines Un⸗ terofficiers, welcher Letztere dem Vater Erdmann die Verſicherung wiederholte, daß er nichts mehr von Sei⸗ ten der Oeſtreicher zu fürchten habe. Er war ein freundlicher Mann, deſſen ganzes herzliches Weſen Zu⸗ trauen einflößte. Vater Erdmann dankte ihm für ſeine beruhigende Zuſicherung, und zog ihn dann ein wenig bei Seite..
„Lieber Herr,“ ſagte er leiſe zu ihm,—„Ihre Kameraden, die der Herr General fortgeſchickt hat, haben noch nicht ganz unſeren Proviant verzehrt. Wenn daher Sie und Ihre Leute hungrig ſind, ſo ſoll in wenigen Minuten Brod und Bier herbeigeſchafft werden.“
„Sie ſind ein braver Mann,“ verſetzte der Unter⸗ officier noch freundlicher, als früher.„Ich und meine Leute haben freilich ſeit länger als vierundzwanzig Stunden faſten, und dabei noch tüchtig marſchiren müſſen. Wenn Sie alſo eine kleine Stärkung bei der Hand haben, ſo werden wir ſie gewiß nicht zurück⸗ weiſen.“
»Warten Sie nur wenige Minuten hier im Hauſe,“ ſagte Vater Erdmann.„Ich gehe nur nach der Mühle da hinüber, und komme ſofort wieder zurück.“
Der Unterofficier nickte ihm zu. Vater Erdmann bedeutete den Nachbar Riedel und ſeinen Sohn durch einen Wink, ihm zu folgen, und holte mit ihrem Bei⸗ ſtande ein Faß Bier und hinreichend Brod aus der


