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Er, Korporal Sterzinger, meldet ſich draußen beim Hauptmann als Gefangener. Zu gelegener Zeit wird man Kriegsgericht über ihn halten!“
Eingeſchüchtert und niedergeſchlagen verließen die
Soldaten das Haus. Der Officier trat an's Fenſter
und nickte. Ein Adjutant zu Pferde erſchien vor dem Hauſe.
„Lieber Graf Kintſchy,“ ſagte der Officier zu ihm, beordern Sie ſogleich vierundzwanzig Mann als Be⸗ ſatzung hierher. Sie ſollen den braven Leuten hier im Hauſe zum Schutze dienen.“
„Zu Befehl, Herr General,“ verſetzte der Adju⸗ tant, und ſprengte wieder davon.
„Ihr könnt jetzt ohne Sorge ſein, wenigſtens in Bezug auf unſere Soldaten,“ wandte ſich der General von Neuem zu Vater Erdmann.„Sie werden Euch, nun Ihr unter meinem Schutze ſteht, nicht mehr be⸗ läſtigen.
„Tauſend Dank, Herr General!“ ſtammelte Vater Erdmann.
„Keinen Dank!“ fiel ihm der General ſchnell in's Wort.„Ich thue nur meine Schuldigkeit. Uns iſt wohl bekannt, daß Ihr ſchon Schweres unter der Laſt des Krieges habt erdulden müſſen, und wir, als deutſche Landsleute, wollen nicht noch Schwereres über Euch Verhängen. Unſere armen Soldaten haben freilich enfalls viel Noth gelitten in den letzten Tagen; rrum kann man nicht ſtreng mit ihnen in's Gericht ken, wenn ſie nach Trank und Speiſe verlangen. Ker Plünderungen und Geld⸗Erpreſſung dulde ich nicht, ſo lange ich noch ein Kommando in der Armee führe. Lebt wohl, Ihr Leute, und Gott ſei mit Euch!“


