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beachtet. Auf den abermaligen Zuruf des langen Grenadiers fielen die Soldaten von Neuem über den alten Erdmann her, und ließen ſich dieſes Mal nicht von dem Nachbar Riedel und Wilhelm zurückwerfen. Dieſe wurden ſelber zu Boden geriſſen, und alle Drei würden ohne Zweifel ſchwere Mißhandlungen haben erdulden müſſen, wenn nicht noch im rechten Augen⸗ blicke die Thüre geöffnet worden und ein Officier mit ſchweren goldenen Epauletten und mehreren Ordens⸗ zeichen auf der Bruſt raſch eingetreten wäre. Er hatte den Hülferuf von Frau Martha vernommen und war ſofort herbei geeilt, um vielleicht ein Unglück oder eine Schandthat zu verhüten. Bei ſeinem Erſcheinen ließen die Soldaten ſofort von dem brutalen Angriffe ab, und der lange Grenadier drückte ſich ſcheu und beſtürzt in eine Ecke..
„»Was iſt hier vorgegangen?“ fragte der Officier den alten Erdmann.„Warum wurde um Hülfe ge⸗ ſchrieen?“
Vater Erdmann hatte ſich bereits wieder aufge⸗ rafft, und berichtete kurz und bündig, der Wahrheit gemäß, was geſchehen war.
„Und Ihr wollt Soldaten, wollt Oeſtreicher ſein,“ wandte ſich der Officier mit funkelndem Blicke gegen die Mannſchaft.„Ihr werdet gaſtfreundlich aufgenommen, werdet geſpeiſt und getränkt, und Iſ
vergeltet ſolche Wohlthaten durch barbariſche Mißhaut 5 b
lungen? Fort aus dem Hauſe, Alle mit einander. Ihr marſchirt nach Plauen zurück und ſtellt Euch zur D
poſition des dort kommandirenden Generals. Marſe Und Gott ſei Euch gnädig, wenn ich höre, daß Ihr Euch noch einmal zu ähnlichen Exceſſen verleiten laßt.


