Druckschrift 
Bange Tage : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Wilhelm, ſo werden ſie es, wenn ſie hierher kommen, nicht viel beſſer machen.

Noch manche Viertelſtunde verging den ängſtlich Harrenden in banger Erwartung. Sie hatten ſich Alle in eine Kammer begeben, wo ſie am ſicherſten vor den Kugeln zu ſein glaubten, und doch auch einen Seitenblick auf die Straße draußen werfen konnten. Wilhelm ſtand hier Wache, und beobachtete die Fran⸗ zoſen, die munter plauderten und lachten, als ob ſie von nichts in der Welt etwas zu fürchten hätten. Auf einmal aber hörte das Schwatzen auf, und man ver⸗ nahm nur noch die kommandirende Stimme des Un⸗ terofficiers.

Aufgepaßt, Leute! rief er. Sie kommen. Nehme jeder ſeinen Mann auf's Korn. Achtung! Gewehr an! Feuer!

Fünfzig oder ſechzig Schüſſe krachten zu gleicher Zeit; dann machten die Franzoſen rechtsum, und lie⸗ fen in kurzem Trabe der nahen Papiermühle zu. Ein wildes Wuthgeſchrei und ein knatterndes Gewehrfeuer der Oeſtreicher gellte und donnerte ihnen nach. Dann kamen die Oeſtreicher ſelber zum Vorſchein, und rann⸗ ten, in haſtiger Verfolgung begriffen, an der Mühle vorüber, ohne ſie weiter zu beachten. Im Laufen noch ſchofſen und ſchrieen ſie. Einige Franzoſen wurden von ihren Kugeln erreicht, und taumelten zu Boden. Aber mehr als neun Zehntel von ihnen erreichten glücklich die Papiermühle, aus welcher unmittelbar ein Feuerſtrom gegen die zu verwegenen Oeſtreicher aus allen Luken und Fenſtern des weitläufigen, maſſiv aus Stein aufgeführten, ſehr feſten Gebäudes hervorſprühte. Die Oeſtreicher mußten Halt und Kehrt machen, um