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Bange Tage : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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des Beſitzes von Dresden weiß er beſſer zu würdigen, als wir Alle. Darum, behaupte ich, wird er kom⸗ men, und nach ſeiner alten Art die Feinde ſchlagen, wo ſie ſich blicken laſſen. Vive Pempereur!

Vive l'empereur! hallte es gleich darauf aus tanu⸗ ſend Kehlen auf dem Platze wieder, und ſelbſt Wil⸗ helm konnte nicht umhin, in den begeiſterten Ruf mit einzuſtimmen, um ſich in den Augen der Soldaten nicht verdächtig zu machen. Doch hielt er ſich jetzt nicht länger mehr in der Stadt und ihrem tumultua⸗ riſchen Treiben auf. Er hatte genug gehört und ge⸗ ſehen, und es drängte ihn, ſeinem Vater, der wahr⸗

ſcheinlich noch in banger Ungewißheit über die unge⸗ wöhnliche Bewegung der Truppen ſchwebte, Bericht abzuſtatten.

Unbemerkt, wie er gekommen, zog er ſich zurück,

ſchloß ſich einem in die Vorſtadt marſchirenden Ba⸗

taillon Grenadiere an, und gelangte glücklich durch das Thor in's Freie.

Der Tag begann bereits zu dämmern, und um ſo leichter konnte er den Weg zu des Vaters Sägemühle zurücklegen. Der Vater hatte ſeine Rückkehr mit un⸗ geduldiger Spannung erwartet, und empfieng ihn da⸗ her mit lebhafter Freude. Als Wilhelm ſeinen Be⸗ richt abgeſtattet hatte, beruhigte er ſich, und ſprach die Hoffnung aus, daß die Gefahr doch wohl noch nicht ſo nahe ſein möchte, als die Franzoſen befürch⸗ teten.

Von der Gränze bis nach Dresden, ſagte er, iſt immer noch ein ziemlich langer Marſch, und eine zahlreiche Armee mit ihren Geſchützen, ihrem Train, ihren Gepäck⸗ und Proviantwagen kommt auf den

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