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Bange Tage : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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ſchlechten Feld⸗ und Gebirgswegen nicht ſo flink vor⸗ wärts, als ein einzelner Reiter oder Fußgänger. Auch ſtehen ja noch Franzoſen in verſchiedenen, nach der Gränze zu gelegenen Orten, und es iſt wohl noch ſehr die Frage, ob ſie ohne allen Kampf weichen und ſich auf Dresden zurückziehen werden. Jedenfalls, denk' ich, werden wir eher fernen Kanonen⸗Donner hören, als die Alliirten im Anzuge ſehen. Vor der Hand haben wir alſo nichts zu befürchten, und können, wie alle Tage, ruhig an unſere Geſchäfte gehen.

Schon war er im Begriff, das große Triebrad der Mühle, das vom Sonntage her noch ſtill ſtand, in Bewegung zu ſetzen, als er ſich plötzlich wieder eines Anderen beſann.

Nein, die Mühle mag noch ruhen, ſagte er mehr für ſich ſelbſt als zu Wilhelm,das Rau⸗ ſchen des Waſſers, wenn das Rad umgeht und das Knirſchen und Knarren der Sägen machen ſo viel Spektakel, daß man den Schall der Kanonen kaum aus einer halben Stunde Entfernung hören könnte, und doch iſt es nothwendig, ſo früh wie möglich vom Vordringen des Feindes, der leider unſer Landsmann und daher eigentlich unſer guter Freund iſt, unterrich⸗ tet zu ſein. Gehen wir alſo müßig! Du aber, Wil⸗ helm, ſpitze die Ohren, und ſobald du etwas Verdäch⸗ tiges hörſt oder ſiehſt, bringe mir augenblicklich Nachricht.

Ja, Vater, verſetzte Wilhelm.Wenn du es erlaubſt, will ich bis auf die Rücknitzer Höhen vor⸗ gehen. Dort hat man eine weite Umſicht, und wenn geſchoſſen wird, ſo hört man es da oben jedellfalls viel deutlicher, als hier unten.