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Bange Tage : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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herzuſtellen. Unter Trommelwirbeln zogen die Sol⸗ daten dieſen Lunetten und Verſchanzungen zu, fuhren an verſchiedenen Orten zwiſchen den Lücken Geſchütze auf, und beſetzten in ſtarker Zahl die Dresden zunächſt gelegenen Gärten und Gehöfte.

Wilhelm miſchte ſich dreiſt unter die Soldaten, und ſchlüpfte gewandt und flink zwiſchen den Batail⸗ lonen hindurch, bis er ſämmtliche Lunetten und Schan⸗ zen beſucht, und ſich durch den Augenſchein überzeugt hatte, daß für den Augenblick nichts, als deren Be⸗

ſetzung beabſichtigt wurde. Damit begnügte er ſich aber noch keineswegs. Er ſuchte auch in das Innere der Stadt einzudringen. Durch die Thore zu kom⸗ men, war zwar unmöglich, da fortwährend noch In⸗ fanterie, Kavallerie und Artillerie aus der Stadt her⸗ vorſtürmte und nirgends einen Durchweg verſtattete. Aber Wilhelm wußte genau Beſcheid in der Gegend. Er verließ die Straße, kletterte über einen Garten⸗ zaun, über eine niedrige Mauer, über das Dach eines daran gelehnten kleinen Häuschens, wagte einen Sprung vom Dache herunter, und gelangte auf dieſe Weiſe glücklich und ohne Unfall in ein ablegenes, klei⸗ nes und ſchmales, jetzt grade ganz menſchenleeres Gäßchen innerhalb der Stadtmauer. Von hier er⸗ reichte er auf den kürzeſten Wegen die Plätze und Hauptſtraßen der Stadt.

Dort war Alles trotz der noch herrſchenden Fin⸗ ſterniß voller Leben und Bewegung, und die ganze Beſatzung ſchien bereits auf den Füßen zu ſein. Waf⸗ fen klirrten, Trommeln raſſelten, und das Steinpfla⸗ ſter ſchütterte unter dem ſchweren Rollen der Geſchütze, und unter dem Hufſchlage zahlreicher Reiter⸗Schwadro⸗