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Bange Tage : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Zweites Kapitel. Montag, den 23. Auguft.

Raſſelnde Trommel⸗Wirbel, deren kriegeriſcher Klang weithin durch die Nacht tönte und dröhnte, riß Wilhelm aus dem Schlafe empor. Im erſten Augen⸗ blicke glaubte er, daß der Kampf zwiſchen den Fran⸗ zoſen und Verbündeten bereits begonnen habe; da er aber weder Kanonen⸗Donner, noch das Knattern von Gewehrfeuer vernahm, ſo gab er ſchnell dieſe Befürch⸗ tung wieder auf. Gleichwohl warf er ſeine Kleider über, und eilte nach unten, wo er bereits auch ſeine Aeltern wach und angekleidet fand. Die Wanduhr zeigte die Morgenſtunde an.

Was mag das Trommeln zu bedeuten haben, Vater? fragte Wilhelm dieſen, indem er mit ihm vor die Hausthür trat, um im Freien beſſer hören zu können.

Gott mag es wiſſen, verſetzte Vater Erdmann. Horch nur, die Trommeln raſſeln von allen Seiten, und mir iſt, als ob ich von Zeit zu Zeit auch das Rollen von ſchweren Wagen, wenn nicht gar von Geſchützen hörte. Die Franzoſen werden doch nicht Dresden räumen, oder wohl gar ſo tollkühn ſein wollen, den Alliirten entgegen zu rücken? Das möchte ihnen ſchlecht bekommen, im Fall die verbündete Ar⸗ mee wirklich zweimalhunderttauſend Mann ſtark iſt.

Und doch, höre nur, Wilhelm, das Trommeln hört