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Bange Tage : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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wir bleiben und im Vertrauen auf Gottes Schutz ge⸗ faßt und muthig ausharren, dürfen wir hoffen, we⸗ nigſtens Etwas aus dem uns drohenden Sturme zu retten. Mit der Frau Kriegsräthin iſt das etwas ganz Anderes. Sie iſt eine reiche Dame, und nichts hindert ſie, wenn ſie einen andern Aufenthalt, einen weniger gefährlichen, als Dresden, nehmen wollte.

Dann meinſt du wohl auch, daß wir Malchen nicht wieder zur Frau Kriegsräthin gehen laſſen ſoll⸗ ten? fragte die Mutter.

Gott ſoll mich vor einer ſolchen Meinung bewah⸗ ren, verſetzte der Vater.Malchen iſt bei der Frau Kriegsräthin im Dienſt, und da verſteht es ſich doch wohl ganz von ſelbſt, daß ſie bei ihr aushalten muß in ſchlimmen ſowohl, wie in guten Tagen.

Ja, das denke ich auch, ſagte das muthige junge Mädchen.Meine gnädige Herrſchaft werde ich nun und nimmer im Stich laſſen.

So will es deine Pflicht, und wer dieſer folgt, wird allezeit Schutz beim Höchſten finden, ſprach der Vater.

Eine Pauſe tiefen Schweigens folgte dieſen ent⸗ ſcheidenden Worten, welche übrigens Jedem der An⸗ weſenden aus der Seele geſprochen waren.

Kommt Zeit, kommt Rath, ſagte die Mutter endlich, indem ſie den Druck der bangen Stille mit raſcher Entſchloſſenheir von ſich abſchüttelte.Warum ſollen wir ſorgen für zukünftige Tage, da doch jedes Haar auf unſerem Haupte gezählt iſt, wie die heilige Schrift ſagt. Der Krieg iſt uns ja nichts Neues! Was haben wir nicht ſchon für Durchmärſche erlebt von Freund und Feind nur erſt im vergangenen