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Bange Tage : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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ſagte ſie lächelnd.Geh' du nur zu deinen Aeltern, und laß dir nicht allzu bange machen. Bis die Alliir⸗ ten vor Dresden ankommen, werden wohl noch ein paar Tage vergehen. Wir haben alſo jedenfalls noch morgen und übermorgen Zeit, wenn es nöthig ſein ſollte, Vorſichtsmaßregeln zu treffen. Alſo geh' nur! Meine Aengſtlichkeit, die übrigens auch gar nicht vor⸗ handen iſt, ſoll dir nicht den ſchönen Sonntags⸗Nach⸗ mittag verderben. Geh' nur, Kind!

Nun, da küßte ich meiner gnädigen, guten Herr⸗ ſchaft die Hand, und nun bin ich hier. Ich denke,

da die Frau Kriegsräthin keine großen Beſorgniffe

hegt, dürfen wir wohl auch unbeſorgt und ruhig ſein.

Was mich anbetrifft, ſo bin ich darüber anderer Meinung, und gebe dem Herrn Oberſten Schettler vollkommen Recht, verſetzte Vater Erdmann.In der Frau Kriegsräthin Stelle würde ich zu jetziger Zeit gewiß nicht in Dresden bleiben.

Aber warum bleiben wir dann? fragte die Mutter mit dem Ausdrucke lebhafter Beſorgniß. Wenn du ernſtliche Gefahren befürchteſt, Vater, ſo laß uns doch fortgehen!

Haben wir die Mittel dazu, uns in fremden Landen zu erhalten, Mutter? verſetzte Vater Erdmann. Sollen wir als Bettler und Strolche umherſchweifen, und die Mildthätigkeit fremder Menſchen in Anſpruch nehmen? Soll ich mein Haus und die Sägemühle mit unſerem ganzen Bischen Habe ohne Schirm und Schutz der Willkühr der Soldaten preisgeben? Wenn wir flüchten wollten, ſo hieße das, uns mit offenen Augen in's Elend und Verderben ſüürzen. Nur wenn

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