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Bange Tage : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Du, Malchen? Wie meinſt du das? fragte Va⸗ ter Erdmann überraſcht.

Nun, ehe ich von meiner Herrſchaft fortgieng, erwiederte Malchen,kam der Vetter der Frau Kriegs⸗ räthin, der Herr Oberſt Schettler, zum Beſuch. Er war ſehr aufgeregt, ſo ſehr, daß er mich im Zimmer gar nicht bemerkte.

Schlimme Neuigkeiten, gnädige Frau Tante, ſagte er.Vor wenigen Augenblicken erhielt ich eine Staffette von der Böhmiſchen Gränze. Vier Heerſau⸗ len der Verbündeten, Ruſſen, Preußen und Oeſtrei⸗ cher, haben den Sächſiſchen Boden betreten. Sie wa⸗ ren auf dem Marſche nach Leipzig, empftengen aber unterwegs die Nachricht, daß Napoleon mit ſeiner Hauptmacht nach Schleſien gegangen ſei, und augen⸗ blicklich wurde der urſprüngliche Marſch⸗Plan verän⸗ dert, und die alliirte Armee auf Dresden zu dirigirt. Wir ſind auf's Aeußerſte bedroht. Zwar ſind ſchon Couriere über Couriere an Napoleon abgefertigt, um ihn zurückzurufen, aber es iſt ſehr die Frage, ob er noch zur rechten Zeit wieder in Dresden eintreffen kann. Auf jeden Fall haben wir ſchwere Kämpfe um, und vielleicht auch in Dresden, wenn nicht gar eine allgemeine Plünderung zu erwarten, und ich rathe Ihnen daher, meine gnädige Tante, bei Zeiten Ihre Vorſichtsmaßregeln zu treffen.

Aber was ſoll, was kann ich thun? fragte die Frau Kriegsräthin endlich.

Ihre Gelder, Ihre Papiere, Ihre Koſtbarkeiten in Sicherheit bringen, Ihr Silber vergraben, Ihre werthvollſte Habe im tiefſten und entlegenſten Keller verbergen, verſetzte der Oberſt.Sie wiſſen, Sach⸗

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