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breitete ſie ein weißes Tuch über die faſt eben ſo weiße Tiſchplatte aus, ſtellte vier Taſſen an die alt⸗ gewohnten Plätze, füllte ſie aus der großen bunt ge⸗ blümten Meißner Kaffee⸗Kanne, und wendete jetzt ihre Blicke ihrem ſchweigend daſitzenden Gatten zu. Als ſie deſſen verfinſterte Miene gewahrte, erſchrak ſie.
„Was iſt dir begegnet, Mann?“ fragte ſie haſtig, und legte mit liebevoller Beſorgniß ihre Hand auf ſeine Achſel.„Haſt du ſchlimme Neuigkeiten aus der Stadt mitgebracht?“
Vater Erdmann ſtieß einen ſchweren Seufzer aus, und ſchüttelte leiſe das ehrwürdige graue Haupt.
Gutes iſt es freilich nicht, was ich in Dresden gehört habe,“ gab er zur Antwort.„Ich fürchte, ich fürchte, Mutter, daß uns ſehr ſchwere Stunden und Tage ganz nahe bevorſtehen. Iſt Wilhelm noch nicht aus der Stadt zurück?“
„Eben kam er, als ich das Kaffee⸗Geſchirr in den Garten trug,“ verſetzte Frau Martha.„Auch Mal⸗ chen iſt vor fünf Minuten gekommen, und ſagte mir hocherfreut, daß ſie auf den ganzen Nachmittag Ur⸗ laub von ihrer gütigen Herrſchaft bekommen hätte. Darum habe ich gleich die vierte Taſſe mit herausge⸗ bracht. Es erfreut mich doch ſehr, Vater, daß unſer Malchen bei der Frau Kriegsräthin ein ſo gutes Un⸗ terkommen gefunden hat.“
„Ja, ja, die Frau Kriegsräthin iſt eine brave, herrliche Dame, die ein Herz auch für arme Leute hat, wie wir ſind,“ gab Vater Erdmann zur Ant⸗ wort.„Doppelt lieb iſt mir's, daß Malchen bei ihr in der Stadt wohnt, da wir hier außen vor den Thoren nicht viel Gutes zu erwarten haben.“
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