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Ein armer Sünder : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Fäuſten auf Hans los. Hans hielt ihn aber feſt ge⸗ packt wie ein Bullenbeißer. Die Laterne entfiel wäh⸗ rend des heftigen Kampfes dem Diebe und klirrte auf den Fußboden nieder. Das Licht derſelben ſtreifte das Geſicht des Diebes und Hans ſchrie laut auf.

Wolf! Schurkel

Hans! rief der ertappte Verbrecher und wehrte ſich mit verdoppelter Wuth gegen ſeinen Angreifer.

Im erſten Augenblicke hatte das Erkennen ſeines früheren Verführers Hanſens Kräfte gelähmt, und faſt wäre es dem Diebe gelungen, ſich loszureißen und zu entwiſchen. Doch ſchnell ſchüttelte Hans die Wirkungen des erſten Erſtaunens wieder ab und hatte im nächſten Momente Wolf an der Kehle gepackt.

Der Kampf begann von Neuem. Wolf zog ein Meſſer und verwundete damit Hans in die Bruſt, aber nicht gefährlich, da die Klinge an einem Knopfe ab⸗ glitt und der Stoß hierdurch eine falſche Richtung be⸗ kam. Hans ſchlug dem heimtückiſchen Mörder das Meſſer aus der Fauſt, warf ſich mit einer erneuten Anſtrengung aller ſeiner Kräfte auf ihn und riß ihn glücklich zu Boden, wo er ihn mit feſtem Griffe an der Kehle niederhielt.

Laß mich los, ſtöhnte der Schurke.Ich will Alles, was ich habe, mit dir theilen, nur laß mich ent⸗ wiſchen!

Nicht um Alles in der Welt! verſetzte Hans, und packte ihn noch feſter, während er von Neuem um Hülfe ſchrie.

Schweig', du Narr! röchelte Wolf ingrimmig. Mehr als zwanzigtauſend Thaler in Gold und Papier befinden ſich in meinen Taſchen! Du ſollſt die Hälfte,