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Ein armer Sünder : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Es war dunkel darin; aber aus dem Henachbarten Kaſſenzimmer glänzte ein ſchwacher Lichtſchinmer. Durch das zerbrochene Fenſter drang ein Srrem, hien Nachtluft. ₰ℳ

Immer noch entſchloſſen, das Aeußerſte zu wagen, durchſchritt Hans das Comptoir und gewahrte im Kaſ⸗ ſenzimmer einen Menſchen mit einer kleinen Blendla⸗ terne, welcher eifrig beſchäftigt war, mit Dietrichen und Stemmeiſen die Kaſten aufzubrechen.

Hans athmete auf. 4

Nur Einer! Mit dem hoffe ich fertig zu werden! murmelte er.

In dieſem Augenblick ſprang der Deckel des eiſer⸗ nen Kaſſenſchrankes auf und der Dieb wühlte mit gie⸗ rigen Händen den Inhalt deſſelben herum. Unter lei⸗ ſem Frohlocken füllte er ſeine Taſchen mit Papieren, mit Gold⸗ und Silberſtücken, bis ſie bis oben hin voll waren. Dann griff er nach ſeiner Laterne und war im Begriffe, den Rückweg anzutreten, als Hans mit Einem Sprunge dicht vor ihm ſtand und zu einem kräftigen Schlage mit ſeinem Knotenſtocke ausholte.

Der Dieb hatte ihn aber bei dem Scheine ſeiner

Laterne früh genug geſehen, um dem Schlage auswei⸗

chen zu können. Er ſprang auf die Seite, riß ein

Terzerol aus ſeiner Bruſttaſche und feuerte es auf

Hans ab.

Hans fühlte ein leichtes Brennen an ſeiner Achſel. Dies hinderte ihn aber nicht, ſich kühn auf den Spitz⸗ buben zu werfen, ihn mit beiden Händen zu packen und dabei mit lauter Stimme um Hülffe zu ſchreien.

Ein wildes, grimmiges Ringen folgte dem Angriffe. Der Dieb ſuchte ſich loszureißen und ſchlug mit beiden