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Ein armer Sünder : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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ein ehrlicher Burſche, und ich zweifle gar nicht daran, daß du es auch fernerhin bleiben wirſt. Nach meiner Anſicht iſt nun das Beſte, wenn ich dich vorläufig in meiner Fabrik beſchäftige, und dir für deine Dienſt⸗ leiſtungen einſtweilen denſelben Lohn bezahle, den du in der letzten Zeit bei Herrn Schallmaier bezogen haſt. Stellt es ſich ſpäter, wie ich hoffen will, heraus, daß du ein guter und brauchbarer Arbeiter biſt, wird dein Lohn je zum Verhältniß deiner Leiſtungen erhöht wer⸗ den. Biſt du mit dieſem Vorſchlage zufrieden und einverſtanden?

Hans fühlte ſich überglücklich über dieſes großmü⸗ thige Anerbieten des gütigen Herrn Fernbach, und nahm es natürlich mit Freuden und dem lebhafteſten Danke an. Herr Fernbach führte ihn dann ſelbſt in die Fabrik und ſtellte ihn ſeinem Inſpektor vor, wel⸗ cher bereits auf ſeine Ankunft vorbereitet war. Hans trat ohne weiteren Aufenthalt ſeinen Dienſt an, und verrichtete mit gewohnter Gewiſſenhaftigkeit die ihm zugewieſenen Arbeiten.

Ein neues Leben begann nun für Hans, ein ehr⸗ bares Leben voll nützlicher Thätigkeit. Da es ihm weder an gutem Willen, noch an den nöthigen Fähig⸗ keiten mangelte, ſo erlangte er bald eine mehr als ge⸗ wöhnliche Fertigkeit in ſeiner Arbeit, und wurde raſch von den niederen Stufen zu höheren befördert. Der Inſpektor ſowohl als die Arbeiter der Fabrik behan⸗ delten ihn mit Freundlichkeit, und Herr Fernbach ſelbſt gab ihm mannigfache Beweiſe von ſeinem fortdauern⸗ den Wohlwollen. So konnte es nicht fehlen, daß nach⸗ gerade Zufriedenheit und Glück zu Hans zurückkehrten und er allmälig ſeine Selbſtachtung wieder gewann.

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