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Ein armer Sünder : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Rraus ich muß Alles wiſſen, wenn ich dir helfen und rathen ſoll.

Hans ſchämte ſich zwar, ſeinen Fehltritt einzuge⸗ ſtehen, erzählte aber doch offen und der ſtrengſten Wahrheit gemäß Alles, was er geſündigt und wie er's gebüßt hatte.

Das iſt freilich ſchlimm, ſchlimmer als ich dachte,« meinte Herr Fernbach kopfſchüttelnd.»Du brauchteſt aber deßhalb immer noch nicht alle und jede Hoffnung aufzugeben. Einen Fehler haſt du gemacht, einen großen Fehler, das iſt nicht wegzuläugnen, indeß in Anbetracht der Umſtände, der Vater geſtorben, die Mutter in größter Noth, die falſchen, heimtücki⸗ ſchen Rathſchläge eines Böſewichts, hum! Ich bin der Meinung, daß du von Herrn Schallmaier zu hart behandelt wurdeſt. Es wundert mich übrigens nicht, denn ich kenne ihn als einen ſtrengen, unbarmherzigen Mann. Nun, wir müſſen über die Sache nachdenken. Doch für heute iſt's ſchon zu ſpät. Morgen! Geh' zu Bett, armer Burſche, und ſchlafe deinen Kummer und deine Sorgen aus. Uebrigens wiederhole ich dir, daß ich dein guter Freund bin, und dich auf keinen Fall in Elend und Noth ſtecken laſſen werde. Und

nun, gute Nacht. Dort in der Kammer links ſteht dein Bett.

Mit Thränen der Rührung in den Augen dankte Hans ſeinem Wohlthäter, und begab ſich dann zur Ruhe, die er in der That recht ſehr bedurfte. Nach einem Gebete, in dem er Gottes Segen für Herrn Fernbach erflehte, ſchloß er die Augen und verfiel ſo⸗ gleich in einen feſten, tiefen, erquickenden Schlaf, aus