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laſſen. Seine Aufrichtigkeit erlangte leicht die Ver⸗ zeihung der Betheiligten. Sie ſchenkten ihm ſogar, was er ehrlich ausliefern wollte, und die Mahlzeit, die Hans allein zu verzehren gedachte, kam nun auch noch ſeinen Eltern und Schweſtern zu gut.
Zweites Kapitel. Lin kleines Abentheuer unterwegs.
Etwa vierzehn Tage waren ſeitdem verſtrichen, und Hans wartete mit Ungeduld auf Nachricht von ſeinem Freunde Michel in der Reſidenz.
Endlich kam ſie, und zwar für Hans eine erfreu⸗ liche. Michel ſchrieb ihm, daß der Großhändler Schall⸗ meier ihn als Magazin⸗Jungen, vorläufig aber nur auf Probe, annehmen wollte. Er möge ſich alſo auf den Weg machen, damit er zum Erſten künftigen Monats ſeine Stelle antreten könne. Bei freier Station ſolle Hans monatlich zwei Thaler bekommen, welcher Gehalt aber erhöht werden würde, wenn er ſich als ein brauch⸗ barer und fleißiger Diener erwieſe.
Dieſes Anerbieten übertraf die kühnſten Erwar⸗ tungen, die Hans gehegt hatte. Frohlockend zeigte er den Brief ſeinen Eltern, und bat ſie um Erlaubniß, nach der Stadt gehen zu dürfen. Sie waren nicht wenig überraſcht, denn Hans, voll Beſorgniß in ſei⸗ nen Hoffnungen getäuſcht zu werden, hatte bisher kein Wort von ſeinen Abſichten gegen Vater und Mutter verlauten laſſen.


