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(haben. Du aber, biſt du Eigenthümer und Bebauer Sieſer Erde? Nein! Alſo biſt du ein Dieb, und ich verde ſchon dafür ſorgen, daß du deiner gebührenden Strafe nicht entgehſt. Noch heute, in dieſer Stunde noch ſoll der Schulze im Dorfe aus meinem Munde erfahren, was ich mit meinen eigenen Augen geſehen⸗ habe.“ „Nein, Herr Paſtor, nein, ſo böſe können Sie nicht ſein gegen einen armen Jungen,“ verſetzte Hans
in flehendem Tone, da ihm bei der ſtrengen Miene des Herrn Paſtor's doch ein wenig bange um's Herz wurde.„Sehen Sie, hochwürdiger Herr, meine Cl⸗ tern ſind blutarme Tagelöhners⸗Leute, und können mir zum Frühſtück nichts weiter mitgeben, als ein Stück⸗ chen trockenzß Brod. Das iſt zu wenig, um meinen Hunger zu ſtillen, Ue da habe ich gedacht, es würde pir Vedße Sünde ſein, wenn zw mir ein paar Feld⸗ früchte holte. Verzeihen Sie mir, Herr Paſtor! Ich— bhils gewiß nicht wieder thun, wenn Sie es mir ver⸗
eten.“
„Gewiß verbiete ich's dir, und muß es dir ve bieten,“ ſprach der geiſtliche Herr.„Ich kenne die, ſchon längſt, Hans Wächter,“ fuhr er in milderem Tone fort; von verſchiedenen Leuten habe ich öfter als einmal Klage über dich vernehmen müſſen. Aber ich hoffe, du wirſt nicht unverbeſſerlich ſein. Gewiß haſt du nie ordentlich darüber nachgedacht, daß du ein ſchweres Unrecht begehſt, wenn du deine Hand nach fremdem Eigenthum ausſtreckſt. Du biſt, wie ich höre, immer der Meinung geweſen, als gehöre dir wie je⸗ dem Anderen, was unter Gottes Himmel aufwächſt und gedeihet. Aber dies iſt ein arger und gefährlicher


