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Sie ſchüttelten ſich zum Abſchiede die Hände und Michel wandte ſeine Schritte dem Dorfe zu. Hans dagegen warf ſich wieder unter den Baum auf ſein wei⸗ ches, ſchattiges Mooslager nieder, und ſchwelgte wohl eine Stunde lang in den glänzendſten Träumen, die noch je ſeine Phantaſie in Aufregung verſetzt hatten.
Mittlerweile machte ſich aber doch ein Bedürfniß geltend, deſſen Befriedigung zu den unabweisbaren
Nothwendigkeiten des Lebens gehört: Hans verſpürte
Hunger. In der leinenen Taſche, die über ſeiner Ach⸗ ſel hing, befand ſich indeß kein anderer Leckerbiſſen, als ein großes Stück Schwarzbrod, ohne Butter oder ſonſtige Zuthaten. Aber Hans verſtand es ſchon, ſich eine ſchmackhafte Beilage zu verſchaffen. Auf einem der Felder, welche die Waldetrift begränzten, wuchſen die ſchönſten, ſaftigſten Mohrrüben, auf einem andern Kartoffel, noch auf einem andern ſüße Zuckerrüben und Schoten. Fleiſch freilich war nicht auf dem Felde zu finden, wenigſtens gekochtes und gebratenes nicht. Aber Hans wußte ganz genau die Stellen, wo er am ver⸗ gangenen Abend Drahtſchlingen für junge Haſen und Rebhühner gelegt hatte, die er, wie ſchon erwähnt, als freies Eigenthum eines Jeden betrachtete.
Er ſtand auf, ging über die Trift bis an die Fel⸗ der und betrat hier eine Ackerfurche, welche ſich zwi⸗ ſchen einem Kartoffelſtück und einer Haferbreite ent⸗ lang zog.—
Vorſichtig und langſam, die Augen zu Boden ge⸗ ſenkt, ſchritt er darauf hin, bückte ſich von Zeit zu Zeit bis faſt zur Erde nieder, hob aber immer mit ge⸗ täuſchter, verdrießlicher Miene den Kopf wieder in die Höhe. Endlich, nachdem er ſchon ein paar hundert
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