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Ein armer Sünder : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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aber ein Verſuch wenigſtens ließe ſich wohl machen.

und endlich das Schloß unſerer gnädigen Herrſchaft, das zwar nicht ganz übel iſt, aber gegen die Paläſte in der Hauptſtadt doch auch nichts bedeuten will. Ja, ja, Hanſel, verdenken kann ich's dir juſt nicht, wenn du Verlangen trägſt, dorthin zu kommen. Nur wird es ſchwer halten, ſehr ſchwer, dir ein Unterkommen dort zu verſchaffen. Es gibt da mehr Menſchen, als Kieſel in unſerem Bache, und die Meiſten davon ſuchen nach Brod.

Hans ſeufzte.

Hab' mir das ſchon ſelbſt vorgeſtellt, ſagte er.

Na, laß mich nur beſinnen, fuhr Michel tröſtend fort.Siehſt du, da fällt mir gleich etwas ein, freilich, was Beſonderes iſt's gerade nicht, aber ſo zum Anfang...

Nur heraus damit, rief Hans.Was es auch ſei, man kann ſich's doch wenigſtens überlegen.

Ja, Hanſel, ſieh', da iſt der reiche, alte, geizige Großhändler in der Königsſtraße, Schallmaier heißt er, unſer Haus ſtößt mit den Hintergebäuden an ſein Gehöft, bei dem wäre vielleicht etwas zu machen, denn er hat viele Leute in ſeinem Geſchäft, und jagt faſt jede Woche Einen oder den Andern fort, ſo daß faſt immer ein Pöſtchen offen iſt. Wenn du da, meinet⸗ wegen ſo als Laufburſche, einzutreten Luſt hätteſt, dann ließe ſich das wohl einrichten. Ich will dir ſagen, warum? Ich kenne den Magazin⸗Aufſeher recht gut, und wenn ich ein Wort für dich einlege, hum, der Aufſeher hat beim alten Schallmaier einen Stein im Brett, und vielleicht nimmt er dich auf ſeine Fürſprache an. Heißt das, Hans, verſprechen kann ich nichts,