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Ein armer Sünder : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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ſich deſſelben zu bemächtigen. Der Förſter, der zu⸗ gleich Fiſchmeiſter der Guthsherrſchaft war, verſuchte mehrmals mit beredten Worten und den ſchlagenden Gründen einer Haſelnuß⸗Gerte, die irrigen Anſichten von Hans zu berichtigen, aber Hans war gegen ſeine Belehrungen eben ſo taubhörig, wie gegen die Vorſtel⸗ lungen ſeiner Mutter.

Eines Morgens zog Hans, wie gewöhnlich, mit ſeiner zahlreichen Gänſeheerde und ſeinem treuen Hunde aus dem Dorfe nach der großen Gemeinde⸗Trifft hin⸗ über, welche eine Viertelſtunde entfernt ſich lang und breit zwiſchen Wald und Feldflur ausdehnte. Die Gänſe ſchrieen, flatterten und kreiſchten, der flinke Spitz bellte und rannte hin und her, um die unbändige Vo⸗ gelſchaar ein wenig im Zaume zu halten, und Hans freute ſich, als er ſah, daß dieſe Abſicht ſeinem pfif⸗ figen, vierbeinigen Begleiter durchaus nach Wunſch ge⸗

lang. Als Spitz ein paar Gänſe tüchtig angekläfft,

ein paar Andere von der unbändigſten Sorte mit Schonung gebiſſen, oder ohne Schonung über den Hau⸗ fen gerannt hatte, nahmen die Gänſe endlich Vernunft an, und watſchelten geduldig und gleichmäßig ihrem Weideplatze zu. Hier löste ſich die geſchloſſene Schaar in lauter kleine Plänklerhaufen auf, welche begierig mit den Schnäbeln die zarten Grashalme rupften. Spitz behielt ſie Alle ſcharf im Auge, und Haus, nach⸗ dem er ſich durch einen raſchen Blick überzeugt hatte, daß Alles gut und in Ordnung war, warf ſich im Schatten eines Baumes nieder, und ſchaute durch die grün belaubten Aeſte deſſelben nachdenklich zum blauen Himmel empor.

Wunderliche Bilder, ſchön und verlockend zugleich,