findlichen, ärmlichen Geräthſchaften erkennen ließ. Un⸗ mittelbar nach ihm kam ein noch ziemlich rüſtiges Mütterchen mit einem großen rauchenden Topfe, den ſie mitten auf einen grob gezimmerten Tiſch aus Tan⸗ nenholz ſetzte, und dann fünf irdene Teller nebſt fünf Blechlöffel von einem Bretterſimſe nahm, die ſie um den großen Napf herumſtellte. Von einem Tiſchtuche, von Servietten oder ſonſtigem Tafel⸗Luxus war in der armſeligen Hütte natürlich keine Rede. 4
Bald nach dem Mütterchen, der Frau vom Hauſe, erſchienen zwei kleine Mädchen von acht und zehn Jah⸗ ren in der Stube, und gleich darauf ein etwa vier⸗ zehnjähriger Knabe,— jedenfalls derſelbe, der vom Dachboden aus den Anruf ſeines Vaters beantwortet hatte. In ſeinen wirren Haaren und auf ſeiner grob⸗ wollenen Jacke zeigten ſich wenigſtens noch verſchiedene Spuren von Heu und Stroh, ſeiner gewöhnlichen La⸗ gerſtatt, zu der er nur vermittelſt einer Leiter gelangen konnte. 8
Mittlerweile war es heller und heller geworden, und die erſten Strahlen der aufgehenden Sonne fielen goldig glänzend durch die trüben Scheiben in die kleine Hütte, ſie mit ihrem freundlichen Schimmer ver⸗ klärend.
Bei ihrem Lichte können wir uns Ort und Per⸗
ſonen etwas genauer anſchauen, und gewahren nun,
daß Letztere ſich in einem Taglöhner⸗Stübchen befinden, in welchem man nichts, als nur den allernothwendig⸗
ſten und allereinfachſten Hausrath gewahr wird: ein
paar kunſtlos gefertigte Holzſtühle, eine hölzerne Bank, einen alte, bereits ſehr wackelig auf den Beinen ſte⸗ hende Kommode, und einige, in die ungetünchte Lehm⸗


