Soltikow gingeſt. Dieſer einzige Name reicht ſchon hin, mir Alles zu erklären. Graf Soltikow war ſein Feind, den er auf's Tödtlichſte haßte. Der Baron wagte viel, wenn er dich unmittelbar aus ſeinen Händen in die des Grafen entließ, und ich fürchte ſehr, daß du ſelbſt in den gaſtlichen Zimmern von Hohenholm deines Lebens noch nicht ſicher geweſen wäreſt, wenn nicht noch andere Rückſichten und Betrachtungen auf die letz⸗ ten Entſchlüſſe des Barons Einfluß gehabt hätten.“ „Und welche könnten dies ſein?« fragte Werner. „Zunächſt vielleicht die ſtille Schadenfreude, dich dem Grafen, der dich erwartete, als gute Beute vor dem Munde weggefangen zu haben. Mehr wohl noch die Erwägung, daß er weſentlichen Nutzen von dir ziehen konnte. Er brauchte einen Hauslehrer für ſeine Kinder. Ihn auf dem gewöhnlichen, herkömmlichen Wege zu erlangen, hätte den Baron nothwendig in die, möglicherweiſe gefährliche, Verbindung mit irgend einem Dritten geſetzt, eine Verbindung, die er ſeines ſchändlichen Gewerbes willen ſcheute. Da warf ihm ſein Verhängniß dich in den Weg. Du warſt nackt, freundlos, fremd, unbekannt, jeder Nachfrage bet eini⸗ ger Vorſicht ſo gut als unerreichbar verborgen, und mußteſt alſo, ſeiner Berechnung nach, ſehr bald ein willenloſes Werkzeug in ſeinen Händen werden. Als feiner Menſchenkenner hatte er dich als Neuling in der Welt, als unſchädlichen, gutmüthigen Menſchen bald ergründet. Du wareſt gerade der Mann, mit dem er leicht fertig zu werden hoffte, während ein Anderer ihm wider ſeinen Willen in ſein verbotenes Spiel geblickt haben dürfte. Dich konnte er aus dem Wege ſchaffen, ſobald du ihm gefährlich dünkteſt, und ſeine Vorſpie⸗
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Der Strandfischer : nach einer wahren Begebenheit seinen jungen Freunden erzählt / von Franz Hoffmann
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