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Der Strandfischer : nach einer wahren Begebenheit seinen jungen Freunden erzählt / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Ich wahrlich moͤchte um alle Schätze der Welt nicht an ſeiner Stelle ſein, antwortete Hollmark. Dieſer Menſch hat zu Schweres auf ſeinem Gewiſſen, und mehr und mehr erſtaune ich, wie der Baron dich immerfort ſo hark am Rande ſeiner ſchwarzen Geheim⸗ niſſe hat hinführen können, ohne daß es deiner gut⸗ müthigen Seele jemals eingefallen iſt, deine Blicke tie⸗ fer in die dich umgebende finſtere Nacht zu ſenken. Tauſende an deiner Stelle hätten nicht die Hälfte der Waffen aufgeboten, wie du, um ſich des immer wieder, und immer höher aufſteigenden Mißtrauens zu erwehren. Ich liebe dich darum, Werner! aber nur, weil ich dich liebe und dein Herz kenne, kann ich dir verzeihen, denn ich ſelbſt hatte dich doch, und ſo kräftig, ſo eindringlich gewarnt.

Und trotz deiner Warnung, entgegnete Werner, trotz der traurigen Aufſchlüſſe ſogar, welche die Unter⸗ ſuchung gegen den Baron ergeben hat, muß ich geſtehen, daß es mir immer noch unerklärlich bleibt, warum dieſer Mann mir anfänglich ſo viele Theilnahme heu⸗ chelte, und mich bis auf die letzte Zeit mit der ſorg⸗ fältigſten Rückſicht behandelte.

Ei, ſagt dir das nicht deine eigene Ueberlegung?« erwiederte Hollmark.Dieſes Räthſel iſt doch gewiß nicht ſchwer zu löſen, und ich will es dir kurz und bündig deutlich machen. Daß du unglücklicher Schiff⸗

brüchiger deine Erlöſung von allen Leiden des Lebens

nicht ſchon in den erſten Augenblicken fandeſt, wo du den Boden von Dagoe unter deinen Füßen fühlteſt, das hatteſt du allein der zeitigen Dazwiſchenkunft dei⸗ nes wackeren Gefährten und Freundes, des Kapitän Wildenrad, zu danken. Sonſt, mein' ich, würde der

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