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zu bringen wären, die Wahrheit zu bekennen, weil ſie bis in's innerſte Herz hinein vor der Rache ihres Zwingherrn erbebten.„Kann der Baron nicht einſt zurüͤckkehren?“ fragten ſie.»Und wenn er kommt, wird er dann nicht fürchterliche Vergeltung üben?“— Erſt die nachdrücklichſten Vorſtellungen und die heiligſten Verſicherungen, daß ſie nicht das Geringſte mehr von dem Baron zu fürchten hätten, lösten ihre Zungen und konnten ſie bewegen, den dichten Schleier von den Ge⸗ heinniſſn der Bosheit und Verworfenheit hinwegzu⸗ eben.
„Und was wird das endliche Loos des Verbrechers ſein, der eine ſolche Maſſe von Unthaten auf ſein Ge⸗ wiſſen gehäuft hat?“« fragte Werner ſeinen Freund nach dem geſchloſſenen Verhöre und Zeugenvernehmungen. Piraſ ſcheint mir der Tod eine zu gelinde Strafe für ihn.“«
»„Da haſt du recht,“ entgegnete Hollmark,„und die nächſte Zukunft wird ja lehren, welche Strafe ihm be⸗ ſtimmt iſt. Schon hat auf dem eben verſammelten Landtage der eſthniſche Adel ihn mit allgemeiner Ueber⸗ einſtimmung aus der Adelsliſte geſtrichen, aber die Er⸗ kenntniß des Urtheils wird erſt nach geſchloſſenen Akten, ohne Zweifel vom höchſten Gerichtshofe, erfolgen. Wie mir Graf Strombeck ſagte, ſteht zu vermuthen, daß der
Baron zu lebenslänglicher Grubenarbeit in den Berg⸗
werken Sibiriens verurtheilt werden wird, eine Strafe, die jedenfalls ſchlimmer iſt als zwiefacher Tod.«
»Er hat ſie verdient, ſolche Strafe,“ ſagte Werner. „Wahrlich, ich zittere für ihn, wenn ich bedenke, wie dieſer Mann einſt vor Gott beſtehen ſoll, wenn die letzte Stunde ihn zu ewiger Vergeltung fordert.“


