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Der Strandfischer : nach einer wahren Begebenheit seinen jungen Freunden erzählt / von Franz Hoffmann
Entstehung
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jungen Mann mit freundlicher Würde in Empfang nahm. Werners Ausſagen wurden zu Protokoll ge⸗

nommen, und der Graf dankte ihm herzlich fuͤr die

empfangenen, wichtigen Mittheilungen.

Es iſt mir ſehr lieb,« ſagte er,daß Sie als Zeuge gegen dieſen furchtbaren Menſchen auftreten. Er muß ſehr ſchlau und gewandt ſein, daß er ſie Mo⸗ nate lang über ſein verbrecheriſches Treiben täuſchen konnte. Aber auf der andern Seite ſieht man doch auch, mit Ehrfurcht vor dem ſtillen geheimen Walten Gottes, daß auf die Dauer auch die erſinnlichſte Schlau⸗ heit im Begehen von Verbrechen nicht in Verborgen⸗ heit fortwuchern kann. Der ewige Rächer über den Wolken bringt zuletzt Alles an den Tag.

Mittlerweile war es ſpät geworden und der Graf verabſchiedete die beiden Freunde, damit ſie ſich zur Ruhe begeben möchten. Werner ſchlief indeß ſehr un⸗ ruhig, und ſchon am frühen Morgen wurde er von Hollmark wieder geweckt, der mit der Nachricht vor ſein Bett trat, daß man eben jetzt den Baron, ſchäu⸗ mend vor Ingrimm und Verzweiflung, vor ſeinen ſtrengen Richter geführt habe.

»Mit dem erſten Sonnenſtrahl, erzählte Hollmark, erſchien die Jacht, die ihn führte, und legte in der Gegend von Neuenhof, die ihm zum Landen anem⸗ pfohlen war, vor Anker. Von zehn oder zwölf ſeiner Kreaturen begleitet ſtieg er an's Ufer, und ſah ſich hier plötzlich auf allen Seiten von einem Kommando Sol⸗ daten umringt, das zu ſeiner Empfangnahme in den Hinterhalt gelegt war. Die Beſtuͤrzung machte den Verbrecher ſprachlos, und es fiel ihm nicht einmal ein, einen Verſuch zur Flucht zu wagen, der freilich bei den

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