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getroffenen Vorſichtsmaßregeln auch gänzlich fruchtlos geweſen ſein wurde. Man brachte ihn ſogleich vor den Grafen Strombeck, welcher eben jetzt mit ſeiner erſten Vernehmung beſchäftigt iſt und dich erſuchen läßt, zum Zeugenverhoͤr bereit zu ſein, falls eben der Baron zu läugnen verſuchen ſollte. Bleibe indeß ruhig hier und erwarte meine Rückkehr. Ich muß nämlich nach Ho⸗ henholm, um dort Hausſuchung zu halten und noch einige Mitſchuldige des Barons zu verhaften, was mir inſofern angenehm iſt, als ich dabei die kleinen Baro⸗ neſſen beruhigen und ihnen einſtweilen in Hohenholm eine Zuflucht bieten kann.“
Unmittelbar nach dieſer Mittheilung reiste Hollmark mit einer ſtarken Abtheilung Soldaten ab, und bevor er zurückkehrte, war das Verhör des Barons ſchon ziemlich beendigt. Nach wiedererlangter Selbſtbeherr⸗ ſchung hatte der Verbrecher zwar zu läugnen verſucht, aber die Ausſagen ſeines Vogtes, Werners und ande⸗ rer Zeugen ließen ſeine Lügen nicht zur Geltung kom⸗ men. Schon am nächſten Tage wurde er nach Reval in das Kriminalgefängniß abgeführt, um hier das End⸗ urtheil über ſeine Verbrechen zu empfangen.
Schreckliche Dinge hatte die Unterſuchung zu Tage gebracht, und noch immer ſtellten ſich nach Hollmarks Rückkehr von Dagoe durch die mitgebrachten Zeugen neue ungeahnte Gräuel von Betrug, Raub, Hinterliſt und Nichtachtung alles menſchlichen und göͤttlichen Rech⸗ tes heraus. Nie hatte vielleicht ein Menſch mehr dem
Gewiſſen Hohn geſprochen, und nie der Druck der Knechtſchaft ſich in ſchrecklicherem Lichte gezeigt. Holl⸗ mark erzählte, daß noch jetzt, wo der Baron doch für
immer unſchädlich gemacht ſei, die Zeugen kaum dahin


