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„Und die Stelle beim Grafen Soltikow?« „Iſt gewiß längſt vergeben! Wie könnt' ich mir noch Hoffnung darauf machen?“
„Aber du würdeſt ſie annehmen, wenn ſie dir auf⸗ bewahrt wäre?«
„Ohne Zweifel, natürlich; aber es iſt ja Thorheit, etwas der Art nur zu denken!“
„Doch nicht ſo ganz,“ entgegnete Hollmark lächelnd. „Vergißt du ganz, daß du einen Freund haſt, Werner, der dir treu zur Seite ſteht? Da, lies! Dieſen Brief wollte ich dir morgen als Erſatz für die verlorene Hauslehrerſtelle bringen, aber ich denke, er wird dir auch heute ſchon willkommen ſein. Der Graf erwartet dich, deine Stelle bei ihm iſt noch nicht anderweitig vergeben, und du kannſt jeden Augenblick bei ihm ein⸗ treten.“
Ein Freudenruf drang über Werners Lippen, und er fiel dem hochherzigen treuen Freunde um den Hals, der ihn durch ſeine Fürſorge aus einer ziemlich hoff⸗ nungsloſen Lage befreit hatte. Aber von Dank wollte Hollmark nichts hören.
»Still, ſtill, mein Lieber,“ ſagte er.„Ich bin ganz zufrieden, wenn die Stelle deinen Wünſchen entſpricht, und zweifle übrigens keinen Augenblick daran, daß ſie dir ſehr ſchnell den Weg zu einem höheren Staatsamte bahnen wird. Graf Soltikow iſt ein edler Mann und kennt meine Freundſchaft für dich. Aber nun zum Oberſten Strombeck, ich muß dich ihm doch vorſtellen, damit du deine Ausſagen an den rechten Mann brin⸗ gen kannſt.“
Ohne Aufenthalt zog er Werner mit ſich fort, und führte ihn in das Zimmer des Grafen, welcher den
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