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Der Strandfischer : nach einer wahren Begebenheit seinen jungen Freunden erzählt / von Franz Hoffmann
Entstehung
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1⁰² ‚zer gehört zu den Schuldigſten von allen Schuldigen auf Dagoe, denn er iſt der Vogt und Vertraute des Barons, und ſein Name iſt Jöggi Kusbal.

Meine Ausſage änderte ſogleich Alles. Anſtatt den Schurken frei zu laſſen, befahl der Graf ihn in ſtrenge Haft zu halten und ihn mit Niemand verkehren zu laſſen. Denn jetzt gilt es noch, das Geheimniß zu bewahren, um auch des Barons auf gute Weiſe hab⸗ haft zu werden. Auf ſeiner Inſel könnte ſeine Ver⸗ haftung nur unter Blutvergießen geſchehen, indem die Haäͤlfte ſeiner zahlreichen Leibeigenen zu ſeinen Mitſchul⸗ digen gehört. Von ihm aufgereizt, würde die Ver⸗ zweiflung ſie zu den Waffen und zu hartnäckigem Wi⸗ derſtande treiben. Der Graf hat deshalb die Liſt der Gewalt vorgezogen, und wir zählen darauf, daß der Baron ſich freiwillig hierher begeben wird, wo er denn augenblicklich in unſere Gewalt fallen muß.«

Der Baron? Das glaube ich nimmermehr!« ant⸗ wortete Werner.Der Baron iſt ſchlau und vorſichtig, wie du ſelbſt weißt, und er ſollte ſich freiwillig zu ſo einem gewagten Schritte verſtehen? Gerade jetzt, wo die Flucht des Vogtes ſein Mißtrauen und ſeine Vor⸗ ſicht verdoppelt haben muß?«

Gerade auf den Vogt iſt unſer Anſchlag berechnet, entgegnete Hollmark.Du weißt vielleicht nicht, daß der ſtreitſüchtige Charakter des Barons ihn in die Hände einiger Advokaten geliefert hat, die er Freunde nennt und denen er wirklich einiges Vertrauen ſchenkt, weil ſie ihm ſchon aus manchem böſen Handel geholfen haben. Einen von dieſen Menſchen, den Licentiaten Kalpak, ließ der Oberſt zu ſich beſcheiden und wußte ihn ſo einzuſchüchtern, daß der Menſch ſich zu ſeinem