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Der Strandfischer : nach einer wahren Begebenheit seinen jungen Freunden erzählt / von Franz Hoffmann
Entstehung
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ſichtig an, was Sie zu Ihrer Abreiſe noch zu bedür⸗ fen glauben, und dann fort ohne Verzug!

Werner ging ſogleich, um dem Rathe des redlichen Greiſes Folge zu leiſten, ſteckte ſein Geld und ſeine wichtigſten Papiere ein, und enteilte dann mit ſcheuem Fuße aus dem unheimlichen Bezirke des Entſetzens. Erſt als Hohenholm weit hinter ihm lag, athmete er frei auf, und dankte Gott, daß er glücklich der Mör⸗ derhöhle entronnen war. I

Am Pfarrhauſe warteten ſeiner der würdige Pfar⸗ rer mit einigen treuen Fiſcherleuten. Der Pfarrer rieth ihm, gradeswegs nach Reval zu gehen und die An⸗ klage gegen den Baron unmittelbar an den General⸗ Gouverneur zu bringen. Dann ſchieden ſie mit herzlichem Händedrucke. Werner ſtieg in das harrende Boot, und nicht ohne die heimliche Sorge, zufällig dem Baron zu begegnen, ruderten die Leute zwiſchen Klippen und Sandbänken ſchweigend dahin. Mit Got⸗ tes Hülfe entgingen ſie jedoch jeder Gefahr, und ge⸗ gen Abend erreichten ſie das Städtchen Hapſal, wo Werner ausſtieg und die Fiſcher mit einem reichlichen Geſchenke entließ.

Sein Erſtes war nun, den einzigen Gaſthof des kleinen Ortes aufzuſuchen. Er war bald erfragt, aber beim Eintritt erfuhr er, daß ſeit geſtern der Oberſt Graf Strombeck aus Petersburg eingetroffen ſei, und die ganzen Zimmer des Hauſes mit ſeinem Gefolge beſetzt hatte. Doch könne Werner vielleicht noch in einem Hinterſtübchen ein Unterkommen finden, wenn ein Fremder, der mit dem Oberſten zugleich gekommen ſei, daſſelbe mit ihm theilen wolle.