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Der Strandfischer : nach einer wahren Begebenheit seinen jungen Freunden erzählt / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Er drückte mich ſanft in die Kiſſen zurück, pflegte mich, brachte eine kräftige Fleiſchbrühe, die meinen erſchöpf⸗ ten Gliedern neues Leben einflößte, und verließ mich endlich mit der Bemerkung, daß er den beiden jungen Fräulein, die mich bereits als todt beweint hätten, die frohe Kunde von meiner Geneſung mittheilen wolle. Cäcilie und Aurora eilten bald darauf herbei und be⸗ zeigten mir eine ſo herzliche und liebevolle Freude, daß ich den Thränen der Rührung nicht gebieten konnte, die unwillkührlich meinen Augen entfloſſen. Aber die Erſchütterung war noch zu mächtig für meine kaum wiederkehrenden Kräfte. Als meine Schülerinnen mich nach halbſtündiger Anweſenheit verließen, ſank ich von Neuem in eine Art von Betäubung zurück, aus wel⸗ cher ich erſt den folgenden Morgen, diesmal aber mit wirklich erfriſchten Kräften, wieder erwachte. Ich war dem Leben zurückgegeben, und dankte Gott in ſtillem, heißem Gebete für ſeine an mir bewieſene Gnade und Barmherzigkeit.

Siebentes Kapitel. Der Rächer bringt es an den Cag.

So weit das Tagebuch Werners. Mit ſeiner Ge⸗ neſung ging es von jetzt an mit raſchen Schritten vor⸗ wärts, obgleich die Zweifel, welche ihn bedrückten, fortwährend ſchwer laſtend auf ſeiner Seele lagen.