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vrief er's, wie ein Menſch, der eine gewaltſame Bewe⸗ gung der Hand mit Haſt wiederholt.
Eine Minute lang oder zwei herrſchte jetzt eine ſchauerliche Stille um mich her. Dann kamen wankende Schritte ſchwer und langſam auf rmein Bette zu, und ein brennend heißer Athem hauchte über meine Stirn.
„Er rührt ſich nicht! Er iſt todt!“ hörte ich den Baron flüſtern.„Gut, gut, gut, daß es ſo iſt, denn allmählig wärſt du mir auch zur Laſt gefallen. Todt! Kein Hauch von Leben mehr in ihm! Ich werde Euch Beide mit einander begraben!“
Mit dieſen Worten ſchlich er wjeder von meinem Bette hinweg, und gleich darauf fiel hart neben mir ein zweiter Schuß, und ein zweiter Fall begleitete das Krachen, ſammt einem Wälzen auf dem Boden, wie wenn man eine gewichtige Laſt umkollert.„Zu Hülfe! Zu Hülfe!“ ſchrie zu gleicher Zeit der Baron.„Will denn Niemand hören? Soll ich mich im Blute wäl⸗ zen, bis ich vollends übermannt werde? Böſewicht! Meuchelmörderiſcher Böſewicht!“
Der Schuß und noch mehr das verzweifelte Rufen lockte endlich Menſchen herbei, und verwirrte Stimmen klangen durch einander vor meinem Ohre.
„Nichtswürdiges Geſindel!“ ſtöhnte der Baron vom Boden auf,—„ihr ließet mich wohl zehnmal in mei⸗ nem eigenen Hauſe ermorden! Der Kerl hatte es auf mich abgeſehen, und ich kann noch von Glück ſagen, daß beim Ringen der Bube endlich in ſein eigenes Mordmeſſer fiel. Helft mir auf! Ich bin wie ge⸗ lähmt und zittere an allen Gliedern!“
Umſtändlich erzählte er hierauf eine ſchnell erfundene Geſchichte, nach welcher alle Schuld des Angriffs auf


