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Der Strandfischer : nach einer wahren Begebenheit seinen jungen Freunden erzählt / von Franz Hoffmann
Entstehung
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kann hier nicht die Rede ſein, wo Ihr Freund nicht minder als Sie aller Theilnahme bedarf. Er iſt, wie ſich von ſelbſt verſteht, in meine Einladung mit einge⸗ ſchloſſen, und ich hoffe, Kapitän, Sie werden mir's nicht abſchlagen, mein Gaſt zu ſein, ſondern mein Haus, ſo lange es Ihnen gefällt, als das Ihrige betrachten.

Obgleich anfänglich durch die Theilnahmloſigkeit des Barons vielleicht ein wenig verletzt, ſchlug Kapitän Wildenrad jetzt doch in die dargebotene Hand ein und gab in ſeiner treuherzigen Weiſe ſeine Bereitwilligkeit zu erkennen, dem Baron zu folgen.

Lange werde ich Sie wohl nicht beläſtigen, fügte er hinzu.Es treibt mich heim zu Weib und Kind, und außerdem muß ich meinem Rheder perſönlich von dem Unglücksfalle Nachricht geben, der ſein Schiff be⸗ troffen hat.

Der Baron ſchien mit dieſer Erklärung nicht unzu⸗ frieden, und trieb zum Fortgehen. Werner und der Kapitän vertheilten einiges Geld unter die Leute, welche ſie in ihrer Hütte aufgenommen hatten, und folgten dann dem Baron nach ſeinem Landſitze, den ſie nach einem halbſtündigen Spaziergange erreichten. Es war ein ſtattliches Schloß mit geräumigen Nebengebäuden, und das Innere deſſelben zeugte von Wohlſtand, wenn nicht von Reichthum. Der Baron erwies ſich äußerſt zuvorkommend gegen ſeine Gäſte, ließ ihnen Zimmer anweiſen, verſorgte ſie mit Kleidungsſtucken, Wäſche und Allem, was ſie ſonſt nöthig hatten, und bewirthete ſie mit einer Gaſtfreundlichkeit, welche für die armen Schiffbrüchigen ſehr wohlthuend war. Erſt nachdem ſie gegeſſen und getrunken, erkundigte ſich der Baron nach den näheren Verhältniſſen Werners, und hörte ſeinen