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gnädig, die ſich an Bord befanden und wahrſcheinlich ebenſo wie ich durch die geheimnißvolle, zweite Leucht⸗ flamme irr geführt worden ſind. Ich traue den Leuten da nicht. Sehen Sie nur, Freund Werner, dieſe hab⸗ gierigen, ſpitzbübiſchen Geſichter, in denen ſich ſo grell die Freude über eine Beute malt, welche mit dem Tode ſo manches braven Matroſen bezahlt werden mußte. Dieſe Buben denken aber nicht an die armen Burſche, ſondern nur an ihren Raub. Pfui über dieſe niedrige Habſucht!“«
In der That, als die beiden Freunde näher traten und das Treiben der Leute genau beobachten konnten, fühlte ſich Werner, ſo hart auch die Worte des ehrlichen Kapitäns klangen, nicht ſonderlich geneigt, ihm zu wi⸗ derſprechen und ihm mildere Geſinnungen gegen die Strandfiſcher einzuflößen. Er ſelbſt empfand ein Ge⸗ fühl von Abſcheu gegen dieſe Bande mit ihren Aus⸗ brüchen unmenſchlicher Freude, die ſie gar nicht zu ver⸗ bergen ſuchten, wenn ſie irgend einen reicheren Fang als gewöhnlich den Wellen entriſſen zu haben meinten, und beſonders war es die hervorragende Geſtalt Eines Menſchen, welche ihm unwillkürlich den tiefſten Wider⸗ willen einflößte. Dieſer Kerl ſchien eine Art von An⸗ führer der Strandfiſcher zu ſein, denn ohne ſelbſt thätig mit Hand anzulegen, leitete er durch Winke und Be⸗ fehle ihre Arbeiten, und fand überall den willigſten Gehorſam. Sein Aeußeres hatte etwas unwiderſtehlich Abſtoßendes, und die gemeinſte, faſt thieriſche Tücke und Wildheit prägte ſich in ſeinen rohen und häßlichen Zügen aus. Ein fuchsrother Bart und rothes ſtrup⸗ piges Haar machte ſeinen Anblick nicht erträglicher; am abſtoßendſten aber war der Blick ſeiner grauen


