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Der Strandfischer : nach einer wahren Begebenheit seinen jungen Freunden erzählt / von Franz Hoffmann
Entstehung
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einem Leuchtthurme herüber ſchimmere, und doch wußte ſich Kapitän Wildenrad keines ſolchen Thurmes in der ganzen Gegend zu entſinnen.

Das geht nicht mit rechten Dingen zu! ſagte er, und eben, als er das letzte Wort geſprochen hatte, trat die Kataſtrophe ein, welcher Jedermann an Bord mit banger Ahnung entgegen ſah. Ein furchtbares Krachen verkuͤndigte den Anprall des Schiffes gegen ein unter dem Waſſer verborgenes Felſenriff, zweimal ſtampfte der Kiel mit ſo entſetzlicher Erſchütterung auf, daß Alle an Bord zu Boden geworfen wurden, und dann ſtröm⸗ ten mit Wuth die ſprühenden Wogen einen mächtigen Waſſerſchwall über Bord hin. Das Schiff ſaß auf dem Grunde und jeder letzte, ſchwache Schimmer von Hoffnung mußte jetzt aufgegeben werden.

Adolph Werner fühlte ſich wie betäubt von dieſem nicht ſo nahe erwarteten Unglück. Wie die Andern von dem heftigen Anprall des Schiffes niedergeſchleudert, ſuchte er inſtinktmäßig nur ſein Leben zu retten, und klammerte ſich mit beiden Händen an den erſten beſten Gegenſtand feſt, um nicht von den Wellen über Bord geriſſen zu werden. Dies gelang zwar, aber der näch⸗ ſten Kataſtrophe vermochte er nicht zu entrinnen. Da das Schiff unbeweglich auf dem Felſen feſtſaß, ver⸗ mochte es, ohnehin alt und morſch, dem furchtbaren Andrange der Wogen nur geringen Widerſtand ent⸗ gegen zu ſetzen. Es zitterte, ſtöhnte, ächzte in allen Fugen, und nach wenigen Minuten ſchon krachte es berſtend mitten aus einander. In wildem Spiele wur⸗ den ſeine Truümmer von den ſchäumenden Wellen hin⸗ weggeſpült und die Mannſchaft von ihnen verſchlungen. Adolph Werner wußte nicht, wie ihm geſchah. Als