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Der Strandfischer : nach einer wahren Begebenheit seinen jungen Freunden erzählt / von Franz Hoffmann
Entstehung
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die Planken zerſplitterten, als der Boden unter ihm wich, als die letzten Verzweiflungsſchreie der armen Matroſen in ſein Ohr gellten, glaubte er ſich verloren. Gott, erbarme dich meiner! rief er aus, und wurde im nächſten Augenblicke von einer heranſtürmenden Welle vielleicht vierzig Schritt weit hinweg geſchleudert. Halb beſinnungslos, kämpfte er gleichwohl um ſein Leben, und verſuchte ſich durch Schwimmen über dem Waſſer zu halten. Aber ſeine Anſtrengungen wären bei dieſem Aufruhre der Elemente ohne Zweifel vergeblich geweſen, wenn ihm nicht die Gunſt des Schickſals ein Stück von einer Planke in den Weg geworfen hätte. Mit krampf⸗ haftem Griffe hielt er ſich daran feſt, und es gelang ihm, mit Hulfe derſelben einige Male aus dem Wogen⸗ ſchwalle aufzutauchen und einen Athemzug friſche Luft zu ſchöpfen. Endlich aber verlor er doch Leben und Bewußtſein. Die Wellen gingen über ihn hin, und er wußte nicht mehr, was mit ihm geſchah....

Wie lange Werner auf den Wogen umhergetrieben ſei, vermochte er ſpäter nicht mit Beſtimmtheit anzu⸗ geben. Wahrſcheinlich aber waren ſeit dem Schiffbruche wahl nur wenige Minuten vergangen, als er von ir⸗ gend einer barmherzigen Welle an den flachen Strand einer Inſel geworfen wurde. Als er aus einer länge⸗ ren Ohnmacht erwachte und die Augen wieder auf⸗ ſchlug, ſah er ſich in einer ärmlichen kleinen Fiſcher⸗ hütte auf einem harten unbequemen Lager, und mehrere Menſchen fremdartigen Anſehens in ſeiner Umgebung beſchäftigt. Verwundert blickte er um ſich her und ſchien faſt zu zweifeln, ob er auch wirklich in's Leben

urückgekehrt ſei. Die ihn umringenden Leute redeten lebhaft mit einander, aber in einer Sprache, die Werners 2

Der Strandfiſcher.