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erſten Blick volles Vertrauen zu ihm faßte. Mit kurzen Worten brachte er ſein Anliegen bei ihm vor, und erhielt offenen und redlichen Beſcheid.
„Nun ja doch,“ ſagte der alte Seemann treuherzig, „der alte Kaſten iſt wohl wenig mehr werth, aber es müßte abſonderlich kommen, wenn Kiel und Rippen nicht noch für dieſe Fahrt zuſammenhalten ſollten! Will's Gott, werden wir nicht allzu viel Noth haben! Das Schlimmſte wäre, wenn der Winter uns über⸗ raſchte und wir die Newa⸗Muͤndung zugefroren fänden, ſo daß wir nicht in den Hafen von Kronſtadt einlaufen könnten. Das wäre dumm! Aber am Ende, was hätt' es auch denn für Noth? Sie müßten ſich allen⸗ falls die Schlittſchuhe anſchnallen und einen warmen Pelz umhängen; damit könnten Sie überall, wo Sie
wollten, an's Land, und weitere Gelegenheit bis nach
Petersburg fände ſich in dieſem ſchlimmſten Falle dann wohl auch. Im Uebrigen verlaſſen Sie ſich auf mich! Ich will mich nicht rühmen, aber ein alter Seehund, wie ich, der nun ſeit dreißig Jahren den Weg nach Petersburg hin und zurück immer gefunden hat, wird ihn nicht jetzt noch auf ſeine alten Tage verlieren. Und wegen des Schiffes machen Sie ſich keine Sorgen! Es dünkt mich immer noch zu gut für die ruſſiſchen Holz⸗ hacker und wird ſeinen alten Kapitän nicht im Stiche laſſen. Wenn ich's nicht dächte, würd' ich ja nicht mein eigenes Leben mit ihm auf's Spiel ſetzen.“
Der letzte Grund des wackeren alten Mannes war ſo einleuchtend, daß er allen weiteren Bedenken Wer⸗ ners ein ſchnelles Ende machte.
„Ich fahre mit Ihnen,« ſagte er zum Kapitän.


