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Die Sonne bringt es an den Tag : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Ich weiß es, nahm Graf Brutterode das Wort. Barmherziger Himmel, welche Ahnungen und Ge⸗ danken ſtuͤrmen auf mich ein! Wär' es möglich? Sollte ich in meinem eigenen Neffen eine Schlange an meinem Buſen genährt haben?«

Geduld, mein beſter Graf! ſagte Julius.Die Sonne bringt Alles an den Tag! Wir werden ſehen. Herr Polizei⸗Director, dieſem Menſchen, mei⸗ nem Haushofmeiſter, ſtrenge Haft bis auf Weiteres. Hat er die Wahrheit geſprochen, ſo mag er laufen und ſeine Schande in irgend einem abgelegenen Winkel der Welt verbergen; hat er gelogen, das Zuchthaus. Wir Beide aber, beſter Graf

Wir reiſen nach dem Geierſtein! Auf der Stelle. Ich muß den alten Wolf ſprechen!« erwiederte der Graf Brutterode ſchnell.Ich fange an zu fürchten, daß ich zu viel vertraute, wo ich hätte mißtrauen ſollen, und daß ich dem ehrlichen, braven Wolf ſchweres Unrecht gethan. Hurtig, mein lieber Julius! Ich finde keine Fhe⸗ bis wir auf dem Wege nach dem Geierſtein ind. Und Ihr Neffe?

Ich will ihn nicht ſehen, bevor ich mit dem alten Wolf geſprochen. Es wird dann noch Zeit ge⸗ nug ſein!

Der Graf Brutterode drängte ſo ungeſtüm auf die ſchleunigſte Abreiſe, daß Julius Befehl gab, ſofort alle Vorbereitungen dazu zu treffen. Während der unge⸗

treue Haushofmeiſter von den Polizei⸗Dienern in ein

feſtes Gewahrſam abgeführt wurde, raſſelte der Wagen vor, welcher die beiden Grafen nach dem Geierſtein bringen ſollte. Im Galopp jagten die Pferde davon,