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und ſo eilig hatte es der alte Graf Brutterode, daß er ſich nicht einmal die nöthige Nachtruhe gönnen wollte. Nur den dringendſten Bitten des Grafen Ju⸗ lius gelang es, ihn zu einer Raſt von wenigſtens ein paar Stunden zu bewegen. Vor Sonnenaufgang fuhr man ſchon wieder weiter, und erreichte endlich am Morgen des dritten Tages das entlegene verſteckte Thal, in deſſen Hintergrunde der Geierſtein ſeine Mauern und Thürme erhob.
»Nun werden wir ſehen! Wir werden ſehen!« murmelte der Graf ſich ſelbſt unbewußt mehrmals vor ſich hin, indem er ſeine Augen ſehnſüchtig auf die ma⸗ leriſch gelegene kleine Burg heftete.
Julius ſchwieg, wie er bis jetzt immer über Peter geſchwiegen, ſeit er ſeinem Begleiter einfach die auf ihn bezuͤglichen Thatſachen mitgetheilt hatte. Seine Ver⸗ muthungen wollte er dem alten Herrn um ſo weniger aufdringen, als er ja deutlich genug erkannte, daß dieſer dieſelben Vermuthungen bereits ſagte.
So erreichte man das Schloß. Wolf ſtand im Hofe, um den Beſuch zu empfangen, und ſchrie laut
auf vor freudigem Schrecken und Erſtaunen, als er ſeinen vormaligen Herrn erblickte, den er trotz der
weißen Locken und des weit vorgerückten Alters auf der Stelle wieder erkannte.
„Mein lieber, theurer, gnädiger Herr 1« rief er und küßte die Hände des Greiſes.„Nun will ich mit Freuden in die Grube fahren, nun ich noch einmal Ihr Antlitz geſehen! Oh, Herr, der Himmel ſelbſt hat Sie hierher gefuͤhrt! Mit aller Kraft der Seele habe ich mich nach Ihnen geſehnt, und nun ſind Sie dal!


