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Die Sonne bringt es an den Tag : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
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uns begleitet, aber mancherlei Verhältniſſe machten dies unthunlich. So übergab er denn dem Grafen Bodo und mir die Pflege ſeines einzigen Sohnes, und ſchärfte mir beſonders ein, alle Treue und Sorgfalt ihm und dem kleinen Edgar zu widmen. Es bedurfte da eines Verſprechens von meiner Seite nicht. Liebte ich meinen jungen Herrn doch ohnehin ſchon von ganzer Seele! So reiſten wir denn ab. Graf Siegmund, ſein Vetter Graf Bodo, der kleine Edgar mit ſeiner weiblichen Be⸗ dienung, ich ſelber, und endlich der Kammerdiener des Grafen Bodo, welcher Balſer hieß.

Dieſer Balſer gefiel mir nicht. Ich wußte zwar nichts Böſes oder nur Nachtheiliges von ihm, und er war ſtets außerordentlich freundlich gegen mich, aber trotzdem, ich konnte kein rechtes Herz zu ihm faſſen und hätte es lieber geſehen, wenn er in Deutſchland geblieben wäre. Ich glaube auch ganz beſtimmt, daß dieſer Balſer erſt den Grafen Bodo zu allen Ränken und Kniffen verleitet hat, denn bis zu jener Zeit war Graf Bodo gewiß ein aufrichtiger und guter Freund meines jungen Herrn geweſen.

Nun denn, in Näzza ſchien anfänglich Alles ganz nach Wunſch zu gehen. Graf Siegmund erholte ſich freilich nur langſam, aber er erholte ſich doch, und ſein Bruſtübel nahm allmählig einen milderen, weniger be⸗ ängſtigenden Charakter an, ſo daß ich dem alten Grafen die tröſtlichſten Briefe ſchreiben konnte, da machte eine einzige, unglückliche Unvorſichtigkeit alle meine Hoff⸗ nungen mit Einem Schlage wieder zu ſchanden. Graf Siegmund ließ ſich verleiten, an einer Luſtfahrt auf dem See Theil zu nehmen. Das Unglück wollte, daß ein ſchweres Gewitter aufſtieg, ehe die Boote den Strand