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Die Sonne bringt es an den Tag : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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aufbewahren ſolle. Ich trage ihn ſeitdem fortwährend bei mir, und hier iſt er!

Er löſte ein ledernes Beutelchen von einer feſten ſeidenen Schnur ab, die er unter ſeinen Kleidern um den Hals trug, öffnete es und gab den Ring an Wolf, der nur einen einzigen Blick auf den rothen Stein und das darin eingeſchnittene Wappen warf und dann einen Ausruf freudiger Ueberraſchung vernehmen ließ.

Ich kenne ihn, ich kenne ihn! ſagte er.Es iſt der Siegelring des Grafen Siegmund, meines ſeligen Herrn, und mit meinen Augen habe ich geſehen, wie Graf Bodo ihn von der Hand des Entſchlafenen abzog und an ſeinen eigenen Finger ſteckte. Und dieſen Ring fand man in Ihrer Nähe?

Ja, ganz nahe bei mir, erwiederte Peter,und der Wald⸗Friedel, mein erſter Pflegevater, legte großes Gewicht darauf, indem er mir noch in ſeiner Sterbe⸗ ſtunde ſorgfältige Aufbewahrung des Ringes anempfahl.

Er mochte ſich wohl denken, wie wichtig Ihnen dieſer Ring eines Tages werden dürfte, ſagte Wolf. »Mich überzeugt er vollends von ihren Rechten, und ich hoffe, bald werden dieſe auch von einem Anderen anerkannt werden, von deſſen Entſcheidung Ihre ganze Stellung in der Welt abhängt. Nur Geduld, noch ein wenig Geduld, Graf Brutterode muß benachrichtigt werden, und Gott gebe, daß die Nachricht ihn noch am Leben findet. Lange, lange Jahre habe ich nichts ge⸗ hört und geſehen von dem alten Herrn. .Aber wer iſt dieſer Graf Brutterode?« fragte Peter.

In welcher Beziehung ſteh' ich zu ihm? Welche Ge⸗ heimniſſe und Räthſel überhaupt umgeben mich? Ich