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Der verlorne Sohn : eine Erzählung für die Jugend und Jugendfreunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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ſeinen ferneren Berufsgeſchäften treulich und freundlich unterwieſen ward. Mehrere Wochen vergingen, und Robert that jederzeit getreulich ſeine Pflicht. Immer war er der Erſte auf dem Platze, arbeitete mit Aufmerkſamkeit und Umſicht, und nie konnte Herr Redlich Klage über ihn führen. Jeder Brief, den er an Roberts Eltern ſchrieb, ſprach ſeine vollkommene Zufriedenheit mit dem Knaben aus, und er gab ſich ſogar ſchon der Hoffnung hin, daß Robert ſeinen Hang zum Leichtſinn völlig überwunden habe.

Und in der That dachte Robert anfänglich nur mit Abſcheu an ſein vergangenes Leben, und bildete ſich ſogar ein, mit ſeiner jetzigen Lage völlig zufrie⸗ den zu ſein. Aber nur zu bald wuͤrde ihm die Ein⸗ förmigkeit ſeines Berufes zur Laſt, und kaum war ein Vierteljahr vergangen, als er ſchon nicht mehr mit einem ſo großen Widerwillen an die Zeit im väterlichen Hauſe zurück dachte. Freilich verabſcheute er noch immer ſeine begangenen Fehler und glaubte ſich weit davon entfernt, jemals wieder in dieſelben zurück zu verfallen; doch aber meinte er, man bürde ihm gar zu viel Arbeit auf, und es ſei wenigſtens nicht angenehm, vom frühen Morgen bis zum ſpäten Abende in dem düſtern Comptoir zu ſitzen und Briefe