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Der verlorne Sohn : eine Erzählung für die Jugend und Jugendfreunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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gen. Die zärtliche Mutter bedauerte den Unfall des Knaben, und Robert nahm ihre Tröſtungen mit einer ſo unbefangenen Miene hin, als ob er wirklich an ſeiner Wunde ganz unſchuldig ſei.

Doch genug von dieſem Gewebe von Lügen und Laſtern, das den verdorbenen Knaben allen Guten und Tugendhaften verächtlich machen muß. Wir wollen nur erwähnen, daß Robert ſtandhaft auf der Bahn der Sünde fortſchritt, und alle ſeine Streiche eine lange Zeit vor den Augen ſeines Vaters verber⸗ gen konnte. Aber endlich kam dennoch Alles an den Tag. Robert beleidigte eines Tages ſeinen Genoſſen Heinrich, und dieſer, in ſeiner Wuth über den Kna⸗ ben, an dem er ſich, da er ihm an Stärke über⸗

legen war, nicht thätlich rächen konnte, ging zu

deſſen Vater, und enthüllte ihm Alles. Da kam denn an den Tag, daß Robert nicht nur fort und fort gelogen, geſpielt und geſtohlen, ſondern daß er dieſen Laſtern auch noch andere beigeſellt, und öfters heimlich Tabak geraucht und berauſchende Getränke getrunken hatte. Dieſer Schlag traf den armen Va⸗ ter, die betrübte Mutter hart, und Mathilde weinte die bitterſten Thränen über den ungerathenen Bru⸗ der. Selbſt die alte Johanna wagte ihn nicht mehr.

zu vertheidigen, und Robert, der ganz in Reue