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Der verlorne Sohn : eine Erzählung für die Jugend und Jugendfreunde / von Franz Hoffmann
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einer halben Stunde waren ſie verſammelt und liefen durch ein grünes Gehölz dem Fluſſe zu. Alle waren voll Luſt und Fröhlichkeit, und Keiner dachte daran, daß er eine Sünde begangen hatte. Und doch hatten ſie Alle geſündigt, indem ſie lügenhafter Weiſe den Eltern vorgeſpiegelt, daß ſie nur einen Spaziergang in den nahen Wald machen wollten, um dort Schmetterlinge zu fangen und Käfer zu ſuchen.

Von Allen am lebhafteſten zeigte ſich, wie ge⸗ wöhnlich, Robert, welcher bei allen dummen Strei⸗ chen der Anführer war und durch ſeine Keckheit ein gewiſſes Uebergewicht über ſeine Schulkameraden be⸗ hauptete. Wenn er an ihrer Spitze war, ergöͤtzten ſie ſich zuverläſſig, obgleich ſich keiner von ihnen verhehlen konnte, daß Robert ſie nicht zum Guten hinleitete. 1.

So auch heute. Die Knaben plätſcherten mit Vergnügen im Waſſer umher, hüteten ſich wohl, die Naͤhe des ſichern Ufers zu verlaſſen und trieben tau⸗

ſenderlei Muthwillen. Sie beſpritzten ſich, tauchten

einander unter, ſpielten ſich allerlei Poſſen im naſſe und vertändelten auf ſolche Weiſe eine Stunde, de ihnen wie ein Augenblick verging. Auch würde Mie mand gegen dieſes Vergnügen etwas eingewendet haben, wenn ſie, um es zu erlangen, nicht zweifach