in die Schule geſchickt worden war, klagten ſeine Lehrer über ihn, und kein Einziger von Allen fand ſich, der über Robert etwas Rühmliches häͤtte berichten kön⸗ nen. Keine Ermahnungen halfen, kein Bitten, keine Vorſtellungen, ſelbſt nicht einmal ernſte Züchtigungen. Freilich faßte Robert unzählige Male die beſten Vorſätze und war auch immer in dem Augenblicke, wo er ſie faßte, feſt entſchloſſen, dieſelben zu halten — aber ſein Leichtſinn verhinderte ihn immer daran, ernſtlich an ſeiner Beſſerung zu arbeiten. Die Bü⸗ cher ekelten ihn an, und keine Stunden vergingen ihm ſo langſam, als die Schulſtunden. Während der Lehrer unterrichtete, lauſchte er auf den Schlag der Uhren, anſtatt auf die Worte des Lehrers, und erſt dann athmete er fröhlich auf, wenn die Glocke den Schluß der Schule verkündigte. Daß er unter ſolchen Umſtänden nicht viel lernen konnte, wird jeder
natürlich finden, und er würde ganz arm an nöthigen
Kenntniſſen geweſen ſein, wenn ihn der liebe Gott nicht mit einem trefflichen Gedächtniſſe und einem
hurtig auffaſſenden Geiſte begabt hätte. So blieb
denn doch dann und wann etwas in ſeinem Kopfe
haften, womit er ſich gegen Keinen mehr brüſtete, als gegen die alte Johanna, die Dienſtmagd in Herrn Hartmuths Hauſe, welche beide Kinder, den leicht⸗
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