Erſtes Kapitel.
Kobert und ſeine Eltern.
—
In einem Landſtädtchen, nicht weit von Dresden, wohnte ein Kaufmann, Namens Hartmuth. Herr Hartmuth war ein glücklicher Mann. Er beſaß ein treues, liebevolles, wirthſchaftliches Weib, eine vor⸗ trefflich erzogene Tochter, welche Mathilde hieß, und ein blühendes Geſchäft, deſſen Ertrag ihn nicht nur vor allen Nahrungsſorgen ſchützte, ſondern ihm, außer einem ſehr bequemen Leben, auch noch alle Jahre ein kleines Kapital zurückzulegen geſtattete. Kurz, Herr Hartmuth würde ein vollkommen glück⸗ licher Mann geweſen ſein, wenn nicht Robert, ſein einziger Sohn, ihm unabläſſig Urſache zur Unzufrie⸗ denheit gegeben hätte.
Robert hatte ſchon von klein auf einen bedenten.
den Hang zum Müſſiggange verrathen. Seitdem 4.
Der verlorne Sohn. 1


