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Der Silbergroschen : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
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welche mit ſchwebenden Schritten herangekommen war, und die letzten Worte Benjamin's gehört hatte.Ich ſuche ſie eben, Herr Haller, da ich gehört habe, daß Sie der Käufer von Eggenberg ſind. Ich wünſche eine Bitte an Sie zu richten, die, daß Sie mir geſtatten mögen, das Bildmeiner Mutter aus dem Schloſſe mit fort zu nehmen. Für Sie hat es keinen Werth, wohingegen es für mich ganz unſchätzbar iſt.

Benjamin verbeugte ſich tief vor der jungen Dame und betrachtete ſie mit tiefer Rührung.

Mein gnädiges Fräulein, ſagte er dann, ich kann Ihnen das Bild nur unter Einer Bedingung überlaſſen.

Und welche wäre das?

Daß Sie nach wie vor auf dem Schloſſe bleiben, und ſich ganz als Herrin deſſelben betrachten, als ob es noch Ihr Eigenthum wäre, erwiederte Benjamin.

Aber wie kann, wie darf ich das, Herr Haller?« fragte das Fräulein faſt erſchrocken.Wie kann ich von einem Fremden ein ſolches Anerbieten annehmen?

Ich bin Ihnen nicht fremd, mein gnädiges Fräu⸗ lein, verſetzte Benjamin, und brachte ſeinen treu bewahrten Silbergroſchen zum Vorſchein.Erinnern Sie ſich nicht dieſer kleinen Geldmünze?

Das Fräulein verneinte ganz verwundert und er⸗ ſtaunt. 1

Nun denn, Fräulein Thereſe, ſagte Benjamin,

dieſem Silbergroſchen, oder vielmehr der Erinnerung,

die ſich an ihn knüpft, verdanke ich, daß ich geworden,

was ich bin, ein rechtſchaffener, von Gott mit Glücksgütern geſegneter Mann. Dieſer Silbergroſchen behütete mich vor böſen Verſuchungen und beſtärkte