„Mit zweierlei,“ verſetzte Benjamin freundlich. „Zunächſt damit, daß Sie nach wie vor Amtmann auf Eggenberg bleiben, und das Gut wie früher be⸗ wirthſchaften. Wollen Sie das?“
„Oho, ob ich will?“ rief der alte Mann hocher⸗ freut aus.„Sie können mir kaum eine größere Freude machen. Seit vierzig Jahren habe ich dieſe Felder bebaut und gepflegt, und nur mit tiefer Trauer konnte
ich daran denken, ſie einſt verlaſſen zu müſſen. Dieſer
Sorgen ledig, danke ich Ihnen von ganzem Herzen!“
„Still, ſtill,“ ſagte Benjamin,—„keinen Dank! Ich weiß, daß ich keinen beſſeren Verwalter des Gutes finden kann, als Sie. Vielmehr bin ich Ihnen dank⸗ bar, daß Sie mein Anerbieten nicht ausgeſchlagen haben. Und nun eine Frage, Herr Amtmann. Wie geht es dem fruheren Beſitzer von Eggenberg?«
„Sie meinen Fräulein Thereſe?“
„Nein, den Junker Hans!“
„Ah, Sie wiſſen nicht? Er iſt todt, erſchoſſen bei einem Duell in Paris, nachdem er durch ſein ver⸗ ſchwenderiſches Leben die Herrſchaft dermaßen mit Schulden belaſtet hatte, daß ſie nothwendiger Weiſe verauctionirt werden mußte. Ich danke Gott, daß Sie gekommen ſind, und das ſchöne Gut zum wahren Werthe bezahlt haben. Fräulein Thereſe iſt nun we⸗ nigſtens vor Mangel geſchützt, wenn ſie auch freilich das Schloß, ihre bisherige Heimath, verlaſſen muß.“
„Nimmermehr ſoll ſie das, ſo lange ich es ver⸗ hindern kann,“ rief Benjamin aus.„Gern möchte ich das Fräulein ſprechen, wenn ich nicht fürchten müßte, ſie zu beläſtigen!“ „Dies nicht im geringſten,“ ſagte eine junge Dame,
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